Paralympics 2008
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Am 12.9.04 geht's dann los:
Ist das gigantisch...- nach dem Bustransfer erwartet uns eine Kleinstadt aus 3-geschossigen Bungalows, ziemlich weitläufig- Busse transportieren einen,wohin man will-Essenszelt, Kraftraum, Schwimmbad, Stadion, Wurfanlage, Internetcafe...es ist schön warm und irre hell.
Ich trainiere bis kurz vor den Wettkämpfen- unmittelbare Wettkampfvorbereitung. Leider bauen sich die Beschwerden aus und lassen sich trotz der superguten Physio dank Christian (!) und der medizinischen Betreuung nicht eindämmen. Die Klassifikation läuft für mich positiv- man fällt die aus meiner Sicht sachlich-funktionell richtige Entscheidung-ich bleibe in T/F 42.
Die Wettkämpfe starten für mich mit dem Weitsprung. Aber dann auch wieder nicht, denn eine Injektion zur Schmerzdämpfung verfehlt die erhoffte Wirkung und setzt mich endgültig schachmatt. Das ich nicht mitmachen kann, ist nicht so schlimm, denn das Rennen sollen hier Christine und Salome machen. Dennoch bin ich sehr angeschlagen, weil ich Angst um Freitag und Samstag bekomme.
Dann geht es weiter mit dem Speerwurf, in den ich mit dem Wissen reingehe, beim Training zweimal über 30m geworfen zu haben und mich unbedingt mental im Griff zu haben,um die momentanen körperlichen Schwächen kompensieren zu können.
Der Wettkampf verläuft klasse, aber der Körper macht einen Strich durch die Rechnung- der Speer landet bei .....- ich bin enttäuscht, aber habe alles gegeben.
Den Rest des Tages versuche ich Kräfte zu sammeln,den Kopf zu befreien von den Eindrücken. Ich habe ein komisches Gefühl-vielleicht ein bisschen viel vorgenommen...
Dann Samstag - Tag des Diskuswettkampfs - Pendeln zwischen Ruhe und Aufregung und dem Gefühl. dass ich auf halben Pötten fahre. Es wird ein Krimi sondergleichen - erster und zweiter Wurf ungültig, muss ich nun beim alles entscheidenden dritten Wurf alles geben....Es gelingt - nicht wie ursprünglich gewollt - aber katapultiert mich auf den zweiten Platz. Checken werde ich das erst sehr viel später - den Rest des Wettkampfes bestreite ich scheinbar in Trance.
Bei der Siegerehrung direkt im Anschluss begreife ich eigentlich erst, dass ich eine Medaille gewonnen habe. Alles, auf das ich mich seit Monaten ausschließlich vorbereitet habe, ist damit als Etappe beendet und der sofortige Gedanke ist:
Nun kann ich mich in aller Ruhe und mit voller Power auf die neuen Etappen mit Fernziel Peking 2008 stürzen. Da soll es dann krachen!

Die Chinesen/-innen waren exzellent in Athen und werden in 4 Jahren vor Heim-Publikum noch viel besser sein… Das verleiht eine Riesenmotivation, denn wenn man dort ganz vorne sein will, muss man mit Kopf und Körper alles geben.